Was eine Einrichtung konkret leisten muss – und was nicht
Viele Einrichtungen überlegen zunächst, ob der Aufwand zu groß ist. In der Praxis ist der Beitrag meist überschaubar. Typische Beiträge einer Einrichtung sind zum Beispiel:
- einen Raum für die Gruppentreffen zur Verfügung stellen
- bei der lokalen Bekanntmachung helfen
- eine Ansprechperson für organisatorische Fragen sein
Die Einrichtung muss keine Gruppe moderieren und auch keine therapeutische Verantwortung übernehmen. Die Moderation erfolgt durch geschulte Moderator:innen. Nach der moderierten Startphase organisiert sich die Gruppe in der Regel selbst weiter. Dadurch entstehen keine dauerhaften organisatorischen Verpflichtungen für die Einrichtung.
Typische Startkonstellationen
Neue Circle-of-Friends-Gruppen entstehen auf unterschiedliche Weise.
1. Einrichtung + Moderator:innen
Eine Einrichtung stellt Raum und organisatorischen Rahmen bereit. Moderator:innen begleiten die Gruppe.
2. Moderator:innen initiieren eine Gruppe
Moderator:innen sammeln Interessierte in ihrer Region und organisieren gemeinsam mit einer Einrichtung den Gruppenstart.
3. Einzelinitiative
Manchmal beginnt alles mit einer einzelnen engagierten Person.Sie organisiert zunächst einen Vortrag oder Informationsabend und bringt Interessierte zusammen.
Wenn sich mehrere Menschen aus einer Region finden, kann daraus eine erste Gruppe entstehen.
Organisatorischer und rechtlicher Rahmen
Bei der Durchführung einer Circle-of-Friends-Gruppe stellen sich häufig zwei Fragen:
Wer übernimmt die organisatorische Verantwortung – und wie ist der Umgang mit Daten geregelt?
Haftung und organisatorischer Rahmen
Circle-of-Friends-Gruppen finden meist im Rahmen einer Einrichtung statt, zum Beispiel
- einer Kirchengemeinde
- einer Beratungsstelle
- einem Nachbarschaftszentrum
- einer sozialen Einrichtung.
Die Einrichtung stellt in der Regel
- den Raum
- den organisatorischen Rahmen
- und die Einbindung in ihre bestehenden Strukturen.
Damit gelten auch die üblichen Regelungen der Einrichtung, etwa zur Haftpflicht oder zur Nutzung von Räumen.
Die Moderator:innen begleiten den Gruppenprozess, übernehmen jedoch keine institutionelle Verantwortung.
Circle of Friends ist kein Therapieangebot und keine Beratungsleistung der Einrichtung. Die Gruppe ist ein moderierter Begegnungsraum, in dem Menschen miteinander ins Gespräch kommen und soziale Kontakte entstehen können.
Datenschutz
Interessierte melden sich über einen Online-Fragebogen an.Dabei werden nur die Daten erhoben, die für die Organisation von Gruppen notwendig sind, zum Beispiel
- Name
- Kontaktmöglichkeit
- Wohnregion
- Interesse an Teilnahme oder Moderation.
Diese Daten werden ausschließlich für die Organisation von Circle-of-Friends-Gruppen verwendet. Eine Weitergabe erfolgt nur im Rahmen der Circle-of-Friends-Organisation und unter Beachtung der geltenden Datenschutzbestimmungen.
Teilnehmende entscheiden selbst, ob sie ihre Kontaktdaten innerhalb einer Gruppe miteinander austauschen.
Verantwortung der Beteiligten
Alle Beteiligten – Moderator:innen, Organisator:innen und Einrichtungen – verpflichten sich,
- respektvoll miteinander umzugehen
- persönliche Informationen vertraulich zu behandeln
- und die Grundprinzipien von Circle of Friends einzuhalten.
Damit entsteht ein geschützter Rahmen, in dem Vertrauen und Begegnung möglich werden. Circle of Friends ist ein strukturiertes Gruppenprogramm zur Förderung sozialer Kontakte und ersetzt keine therapeutische oder beratende Arbeit.